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Boheme supreme

Der neue Opernführer

Opernführer gibt es viele – aber keinen wie diesen. Denn Konrad Beikircher verbindet auf unnachahmliche Weise höchste Fachkompetenz mit einem kabarettistischen Blick auf die großen Opern von Rossini bis Wagner, Bizet und Richard Strauss. Wer klassische Musik liebt, nicht aber vor Ehrfurcht gegenüber der bürgerlichen Hochkultur in die Knie geht, für den hat der Musik-Gott Konrad Beikircher erschaffen. Nach seinen beiden überaus erfolgreichen Konzertführern »Andante Spumante« und »Scherzo furioso« hat der Bonner Kabarettist mit »Palazzo Bajazzo« 2004 auch die Welt der Opern erobert und manchen Leser, der noch nie ein Opernhaus besucht hat, in die faszinierende Welt des Musiktheaters entführt. Der Hunger nach mehr kann nun endlich gestillt werden, denn zwei Jahre nach dem 1. Band liegt nun auch Band 2 dieses Großunternehmens vor, das viele der Meisterwerke des heutigen Opernrepertoires behandelt: Gluck / Orpheus und Euridike · Lortzing / Zar und Zimmermann · Weber / Der Freischütz · Donizetti / Lucia di Lammermoor · Wagner / Die Meistersinger von Nürnberg, Tristan und Isolde, Der Ring der Nibelungen · Bizet / Carmen · Puccini / La Bohème, Tosca · und viele andere.

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Medium: CD |
Jahr: 2007 |
ISBN/Best.Nr: 3938781394 |
Verlag: Roof Music |
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| Name: Werner F. Schütze |
Datum: 08.02.2008 19:35 Uhr |
| Meinung zu: Boheme supreme |
Website: |
Sehr geehrter Herr Beikircher,
mit wirklich gr0ßem Vergnügen habe ich Ihre CD's Palazzo Bajazzo und Behème supreme angehört. Auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit Ihnen bzw. bzw. dem Autor bin, so stellen diese CD's doch wirkliche Highlights in dem Sammelsurium von Opernführer dar.
Was mich allerdings maßlos aufgeregt hat, ist die völlig ungerechte Beurteilung von Boitos "Mefistofele". Abgesehen von den wirklich schlechten (!) Musikbeispielen, ist Ihr Verriß - bitte gestatten Sie mir diesen Ausdruck - unqualifiziert. Hören Sie sich bitte einmal die Gesamtaufnahme mit Norman Treigle, Montserrat Caballé unter dem Dirigenten Julius Rudel an: Was er aus der Patitur herausholt, was die Protagonisten an hörbarer musikalischer und schauspielerischer Präsenz "rüberbringen" ist zutiefst bewegend und überwältigend! Mefistofele gehört für mich zu den am meisten unterschätzten Werken der Musikliteratur! Machen Sie sich einfach mal die Mühe und hören Sie sich diese Aufnahme an - auf Ihren Kommentar bin ich gespannt!
Mit freundlichen Grüßen
Werner F. Schütze |
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| Antwort: Tach auch, sehr geehrter Herr Schütze (ich bin übrigens Steinbock), zugegeben: die Aufnahme, die Sie nennen, kenne ich nicht, werde aber nicht zögern, sie zu besorgen. Ich habe zwei: eine mit Ghiaurov, Pavarotti, Freni (und in der Rolle der Elene: Montserrat Caballé) unter de Fabritiis (reißt einen nicht wirklich vom Hocker, hat so was wie: naja, müssen wir halt auch mal aufnehmen) und eine tolle von 1931 mit Nazzareno de Angelis, Mafalda Favero, Antonio Melandri, Scala Mailand unter Molajoli, aber auch diese Aufnahme kriegt den akademischen Staub nicht aus der Partitur geblasen, der da immer wieder auf den Noten sitzt, auch wenn es eine sehr italienische Aufführung ist (sie ist zwar historisch und wirkt deshalb vielleicht 'schlecht', aber mir gefällt sie sehr gut). Ich nehme gerne - bin ja auch immer auf Entdeckungen und Entstaubungen aus - mir die Oper nochmal vor und bereit, meine Meinung zu revidieren, falls Sie mich überzeugen können - bin mal neugierig. Ein bißchen allerdings geht mir da mein halbes italienisches Herz (wenn auch nicht von Geburt so doch von Prägung und Neigung) durch, das diese Begeisterung Boitos für die deutsche Literatur ein bißchen skeptisch sieht, ich finde, er hat sich einfach etwas zu unterwürfig Goethe genähert. Was bleibt, ist die Bewunderung für einen Künstler, der in so jungen Jahren ein so gewaltiges Werk geschaffen hat, das ist schon groß. Dass die Mailänder ihn da erstmal fertig gemacht haben (Mailänder eben, habe letzte Woche eine Reihe von ihnen wieder geniessen dürfen...!), ist natürlich eine amüsante Randgeschichte, hat aber mein Urteil über die Oper nicht beeinlußt. Also: ich werde besorgen, hören und mich melden! Ihr Beikircher
der Ihre Kritik verträgt und toll findet, daß Sie so begeistert "Ihren" Boito verteidigen: genau so muss es sein und das ist einer der Gründe, warum mich Klassik so ausfüllt. |
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10.09.2010 20.00Uhr Konrad Beikircher + Band: "Amore e passione" Bergkamen Studiotheater Tickets: 02307/965 464
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