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General-Anzeiger Bonn zum Fidelio-Abend
 Der Bonner General-Anzeiger schreibt zu meinem Fidelio-Abend folgendes:
«Randale vom rechten Ufer»
«Acht Tage danach»: Konrad Beikircher nimmt zum Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe der Bonner Oper die umstrittene «Fidelio»-Inszenierung unter die kabarettistische Lupe
Von Mathias Nofze
Bonn. Acht Tage nach einer Premiere - die Erregung hat sich gelegt, der Kopf ist wieder klar, Gelegenheit also, über die Frage nachzudenken, was der Regisseur eigentlich sagen wollte. «Acht Tage danach» heißt die neue Veranstaltungsreihe der Bonner Oper, in der die jeweils aktuelle Inszenierung auf Wiedervorlage liegt. Als Chefdeuter fungiert Konrad Beikircher, Operfan und Opernkenner.
In der Auftaktveranstaltung im vollbesetzten Opernfoyer nahm er Günter Krämers umstrittenen «Fidelio» unter die kabarettistisch getönte Lupe. Und er tat es mit so viel Witz und Geschick, dabei virtuos das Leichte mit dem Schweren verknüpfend, das Unterhaltsame mit dem Lehrreichen, dass sich die Reihe alsbald zur Kultveranstaltung entwickeln dürfte.
Zunächst widmete sich Beikircher den Bonner Opernfans, die zum Sturm auf die Inszenierung geblasen hatten. Das Premierenpublikum habe sich als «quicklebendig» erwiesen, lobte Beikircher, um listig hinzuzufügen, dass das einer Auferstehung nach vierzig- bis fünfzigjähriger Totenstarre gleichkomme. Bundesweit in die Schlagzeilen hatte sich das Bonner Publikum mit seinem «Buh-Tsunami» gebracht.
Das Medienecho fiel unterschiedlich aus, wie Beikircher mit Zitaten aus den Feuilletons verdeutlichte. Dem herablassenden Wort von der «kleinstädtischen Empörungsintensität» (Kölner Stadtanzeiger) stand das gönnerhafte Lob des «Esprits» (FAZ) gegenüber, beides plattgewalzt von der TAZ-Schlagzeile «Randale vom rechten Ufer». «Die Bonner Oper liegt immer noch linksrheinisch», hielt Beikircher dem entgegen und vergab «drei Sterne» fürs Bonner Premierenpublikum.
Das war da längst auf seiner Seite, lachte aber auch häufig genug über sich selbst - das Beste, was einem Kabarettisten gelingen kann. Danach war man durchaus bereit, die problematische Inszenierung genauer in Augenschein zu nehmen. «Es gibt Gründe, dem Libretto zu misstrauen», gestand Beikircher Krämer zu. Den Texten von Friderike Roth konnte er nur wenig abgewinnen: «Im Leben einer Frau passiert mehr als nur Suppe servieren, Stricken und Handschellen anlegen.»
Sein Rat: «k&k», das heißt konstruktiv kürzen». Die Aufteilung der Leonore-Figur habe «spannende Momente», die jedoch manchmal «ins Komische schwappen», die eheliche Treue als ambivalentes Phänomen wie auch die Täter-Opfer-Dialektik (der Chor als «Schergen und Knackis») seien plausible Zutaten, die man allerdings «schnell begriffen» habe. «Respektabel» fand es Beikircher, dass Krämer das Leiden der enttäuschten Marzelline ins Bild setzt.
Schließlich hielt Beikircher ein Plädoyer für Musik und Musiker, obgleich das Beethoven Orchester erst nach einer halben Stunde «aus den Puschen gekommen» sei. Über Klaus Florian Vogts (Florestan) Gestaltung von «Ha, welch ein Augenblick» meinte er: «So muss das sein. Da ist mir auch egal, was ich auf der Bühne sehe.»
(05.10.2005)
[Feuilleton]
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13.04.2007 Bohème suprême

19.01.2007 Beitrag im Kölner Stadt-Anzeiger: Beethoven und die Segnungen des Rheinlands

07.12.2006 Die rheinische Neunte

30.08.2006 Mozart geht Essen mit mir

08.12.2005 Die ZEIT und die FAZ und der Don Camillo und ich

15.10.2005 Aalkönigs Inthronisierungsrede

06.10.2005 Beethovens Fidelio in Bonn

05.10.2005 General-Anzeiger Bonn zum Fidelio-Abend

02.09.2005 Rheinischer als ein Rheinländer

29.06.2005 Ab sofort im CD-Fachhandel (Vertrieb EDEL) erhältlich:

30.05.2005 Leska in Japan III

29.05.2005 Italienische Momente

24.05.2005 Leska in Japan II

05.04.2005 Leska B. in Japan

08.03.2005 Hanns Dieter zum 8o.

08.03.2005 "Ein Seufzer kostet einen Zehner und ein Gähnen deren zwo",

07.01.2005 Premiere "Altes und Neues zwesche Himmel un Ääd" und zum Hörbuch „Palazzo Bajazzo“

05.01.2005 Opfer der Flutwelle

05.11.2004 Rezensionen vom Online Musik Magazin

30.08.2004 Internview Kölner Stadtanzeiger: "Ich ging zur Demo, sie hat geputzt"

18.08.2004 "Man muss das Leben offensiv angehen."

06.08.2004 Ciao Ciao Bambina

23.06.2004 Start der neuen Website von Konrad Beikircher

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10.09.2010 20.00Uhr Konrad Beikircher + Band: "Amore e passione" Bergkamen Studiotheater Tickets: 02307/965 464
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